Der Karneval und seine Alter Egos

Heute ist Schmutziger Donnerstag. Schon immer habe ich Karneval geliebt und ging oft auf Faschingsparties. Als Teenager habe ich in der Wochen vor Karneval viel Zeit in Kostümläden und an der Nähmaschine verbracht, um mich darauf vorzubereiten. Ein paar Tage im Jahr durfte man sein wer man will. Das fand ich großartig! Menschen, die sich gerne kostümieren, sagt man ja gerne nach, sie seien getrieben von dem Bedürfnis, aus ihrem eignen Leben auszubrechen und in andere Rollen zu schlüpfen.

Da habe ich so meine Zweifel… Könnte es nicht ebenso gut sein, dass diese „Alter Egos“ nicht vielmehr umgekehrt in uns hineinschlüpfen und so ein Bedürfnis nach Transformation in uns auslösen? Vielleicht steht ja die Seele Verbindung zum Steuerungsraum und hat somit Zugriff zu anderen parallen Räumen. Dort bin ich vielleicht tatsächlich eine Bedienung in einem amerikanischeh Diner, eine Vulkanierin, eine Pilotin, eine Göttin oder Weltraumpiratin. Beweise mir doch einer mal das Gegenteil!

Das werde ich auf jeden Fall in einer ruhigen Minute mit den anderen Mädels erörtern… ^^

Bis dahin: Helau, ihr Narren!

© KOUTAMARES

Vokabel des Schreckens

Vor kurzem hatte ich meine Mutter zu Besuch und wir streamten zusammen ein Liebesdrama. Wir schauten den Film auf Deutsch mit griechischem Untertitel. Irgendwann tauchte folgender Buchstabensalat auf:

„Αλληλοκαταστροφήκαμε“

(=Allilokatastrophikame). Griechen lesen über solche Konstruktionen entspannt hinweg. Aber ich finde sie dennoch bemerkenswert. Übersetzt heißt diese Wortkonstruktion: „Wir haben uns gegenseitig zerstört.“

Subjekt, Prädikat, Objekt – alles in einem kompakten Paket. Was will man mehr? 20 Zeichen im Griechischen versus 30 Zeichen in der deutschen Entsprechung. Ich liebe die deutsche Sprache, aber dieser Punkt geht klar an Griechenland.

Da will noch einer behaupten, Griechen verschwenden viele Worte…

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